Morgen und Morgen – Maßstab bei der Versicherungsanalyse

Morgen & Morgen gilt seit über zwei Jahrzehnten als das Analysehaus für Versicherungsverträge und Versicherungsbedingungen. Das in Bad Soden am Taunus vor den Toren Frankfurts angesiedelte Unternehmen entwickelte und entwickelt immer noch für alle Policenarten strenge Bewertungskataloge, an Hand derer die einzelnen Tarife untersucht und gewichtet werden. Morgen und Morgen finanziert sich ausschließlich aus den Lizenzgebühren für seine Analysesoftware. Diese Software ist bei keinem Versicherungsmakler mehr wegzudenken. Der aktuelle Test beschäftigte sich mit Unfallversicherung.

Die Kriterien

Dem Test lagen insgesamt 50 Leistungskriterien zugrunde. Grundsätzlich bewertet Morgen & Morgen nur die Unfall-Tarife, nicht die Gesellschaften. Da die Versicherer Tarife mit unterschiedlichen Leistungsspektren anbieten, ergibt es sich zwangsläufig, dass eine Gesellschaft sowohl ein Topprodukt in der Angebotspalette aufweisen kann, als auch einen totalen Flopp. Ersichtlich ist das Ergebnis des Tests an der Anzahl der Sterne, die ein Tarif abschließend in der Summe erhält. Für den Versicherungsnehmer ist diese Visualisierung des Ergebnisses die einfachste Lösung, sofort zu erkennen, welches Angebot empfehlenswerter ist und welches weniger.

Die Leistungskriterien

Die 50 Leistungsfragen sind in drei Kategorien

• Sehr wichtig (15 Fragen mit maximal 5 Punkten, maximal 75 Punkte)
• Wichtig (23 Fragen a 3 Punkte, maximal 69Punkte)
• Weniger wichtig (12 Fragen a 1 Punkt, maximal 12 Punkte)

unterteilt.

Zu den Mindestbewertungskriterien zählen unter anderem folgende Sachverhalte:

• Sind Gesundheitsschäden durch erhöhte Kraftanstrengung oder Eigenbewegung versichert?
• Sind Bergungskosten versichert?
• Gilt für den Eintritt der Invalidität eine längere Frist als 12 Monate?
• Gilt für die Geltendmachung der Invalidität eine längere Frist als 15 Monate?
• Gilt für die Feststellung der Invalidität eine längere Frist als 15 Monate?

Die ersten beiden Punkte geben einen Anhaltspunkt dafür, welche Versicherungsleistungen als relevant eingestuft werden.
Die drei letzten Punkte zeigen, wie wichtig es ist, dass Versicherer über die Musterbedingungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) hinausgehen. Nicht immer ist eine Invalidität sofort oder zeitnah zum Unfall ersichtlich. Längere Feststellungsfristen sind absolut im Sinne des Versicherungsnehmers. Gleiches gilt auch für den Eintritt der Invalidität, die ebenfalls nicht sofort nach dem Schadensereignis ersichtlich sein muss. Der schleichende Verlust des Augenlichtes nach einem Unfall wäre ein Beispiel dafür.
Versicherungsbedingungen unterliegen einem ständigen Wandel. So ist die Frage, ob inzwischen auch Unfälle als Folge eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalles versichert sind, durchaus relevant für eine Fünf-Sterne-Bewertung eines Vertrages.

Um eine Bewertung mit fünf Sternen zu erhalten, benötigt der Tarif eine Mindestbewertung von 120 Punkten. Für vier Sterne sind noch 100 Punkte erforderlich, für drei Sterne 80 Punkte.

Bedingungswerk so wichtig wie die Absicherung selbst

In erster Linie achten Versicherungsnehmer auf die Relation von Preis und versicherter Leistung. Diese setzt sich aus Versicherungssumme und Progressionsstufe zusammen. Damit weiß der Versicherungsnehmer, welchen Leistungsanspruch er im Schadensfall hat.
Genauso wichtig ist aber das Bedingungswerk. Nur dieses garantiert im Leistungsfall auch den Bezug der vereinbarten Versicherungssumme. Nun unterscheiden sich die versicherten Risiken von Tarif zu Tarif. Der stark verkürzte, auf fünf Beispiele reduzierte Auszug aus den Leistungsbedingungen zeigt mögliche Unterschiede. Gilt für den Eintritt der Invalidität nur die 12-Monatsfrist, geht die versicherte Person leer aus, bei der erst 13 Monate nach Eintritt des Unfalls die Invalidität medizinisch festgestellt werden kann.
Das Beispiel Hanse-Merkur soll zeigen, wie groß die Diskrepanz bei einer einzigen Versicherungsgesellschaft sein kann:

Es zeigt sich, dass der Name wenig über die Qualität des Tarifs aussagt. Bei der Stuttgarter Versicherung ist es eben der Tarif namens „Premium“, der mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde.
Leider finden sich nicht alle Anbieter in dem Test wieder, da manche Gesellschaft nicht unbedingt gelistet werden möchte. Während die Aachen Münchner ein Fünf-Sterne-Produkt anbietet, vermisst der Leser die Allianz völlig.
Bemerkenswert ist, dass viele Nischenversicherer, die nicht jedem Verbraucher geläufig sind, auffällig viele Tarife mit der höchsten Wertung anbieten. Dazu zählen beispielsweise die

Adcuri – Barmenia
ASC
• Charta
Interrisk
• Maxpool
• Waldenburger

Versicherungsnehmer sind gut beraten, einen Makler zu wählen, der den Versicherungsbedarf anhand der Morgen & Morgen Software ermittelt. Für Makler bedeutet die Nutzung dieser Software größtmögliche Sicherheit in Bezug auf die Beraterhaftung.

Daniel Steinberger

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