10 Millionen in der Unfallversicherung – ist das nicht zu viel?

10 Millionen Deckungssumme in der Unfallversicherung klingt nach übertrieben und zu viel. Bislang war immer die Rede von der Absicherung des zehnfachen Jahreseinkommens, lag der Schwerpunkt der Unfallversicherung in der Absicherung des Verdienstausfalls. Warum kommt also plötzlich diese utopisch hohe Summe ins Gespräch, die sonst nur aus Haftpflichtversicherungen bekannt ist?

Kinder haben wenig Erfahrung im Strassenverkehr

In der Haftpflichtversicherung spielen auch die Regressforderungen bei einem lebenslangen Verdienstausfall des Geschädigten mit hinein. Da ist es nur logisch, bei der eigenen Absicherung die gleichen Maßstäbe anzulegen.

Verdienstausfall und Folgekosten erreichen schnell Millionenhöhe

Um zu verdeutlichen, weshalb hohe Absicherungen notwendig sind, zwei Beispiele:
Ein Arbeitnehmer im Alter von 35 Jahren rutscht von der Leiter, stürzt auf den Hinterkopf und erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma, an eine weitere Berufstätigkeit ist nicht zu denken, im Gegenteil: Lebenslange Vollzeitpflege aufgrund irreparabler Hirnverletzungen ist die Folge. Dieses Beispiel ist nicht an den Haaren herbeigezogen, Michael Schumacher fiel wenig spektakulär mit dem Kopf auf einen Stein, die Folgen sind bekannt. Die Sätze aus der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen kaum aus, um alle notwendigen Kosten zu decken. Der durchschnittliche Stundensatz bei häuslicher Pflege liegt bei 25 Euro. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 35 Jahren des Verunglückten kämen auf die Angehörigen Kosten in Höhe von 7,5 Millionen Euro zu, Lohnanpassungen nicht berücksichtigt.

Hohes finanzielles Risiko bei Kindern

Kinder, die eine Invalidität erleiden, haben für das spätere Berufsleben deutlich schlechtere Ausgangschancen. Die Anzahl der möglichen Berufe ist von vorneherein, abhängig vom Invaliditätsgrad, mehr oder weniger eingeschränkt. Mit der finanziellen Beschränkung in der Gehaltsentwicklung sinkt zwangsläufig auch die Altersrente. Ein Unfall mit fünf Jahren kann Auswirkungen bis in das hohe Lebensalter mit sich bringen. Ein Kind stürzt im Alter von fünf Jahren beim Ponyreiten vom Pferd und ist ab Brustkorb gelähmt – Vollpflege ist für die nächsten 65 Jahre oder mehr notwendig. Anhand des oben genannten Stundensatzes lässt sich leicht ausrechnen, welche Summe nur für die Pflege im Raum steht – berücksichtigt sind noch nicht einmal die Lebenshaltungskosten, die ebenfalls bestritten werden müssen.
Zehn Millionen Deckung in der Unfallversicherung? Offensichtlich eine Notwendigkeit.

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Daniel Steinberger

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