Wer braucht eigentlich eine Unfallversicherung?

Man benötigt eine höhere Versicherungssumme als viele denken

„Eigentlich jeder!“, so Michael Mischalke von der Stiftung Warentest in einem Interview mit der SVZ Online am 26. Mai 2016. Es kommt selten genug vor, dass die Warentester eine Versicherung, mit Ausnahme der privaten Haftpflichtversicherung als eine unbedingte Notwendigkeit ansehen.

Unfallversicherung für den schlimmsten Fall

Eine Unfallversicherung soll einem Arbeitnehmer oder künftigen Arbeitnehmer das finanzielle Risiko bei einem Verlust der Arbeitsfähigkeit nehmen. Immerhin passieren zwei Drittel aller Unfälle in der Freizeit, eine Absicherung durch die gesetzliche Unfallversicherung ist nicht gegeben. Laut Mischalke liegt das Problem nicht darin, dass sich die Verbraucher nicht der Notwendigkeit bewusst sind. Das Problem liegt vielmehr darin, dass die Versicherungssummen zu niedrig angesetzt sind und am Ende nicht ihren Zweck erfüllen. Das Verbrauchermagazin finanztip.de hat einmal eine Tabelle zusammengestellt, aus der ersichtlich ist, in welchem Alter bei welchem Einkommen welche Versicherungssumme bei Vollinvalidität sinnvoll ist:

GRUNDINVALIDITÄTSSUMME GEMESSEN AM JAHRESBRUTTOEINKOMMEN

Alter 20.000€ 30.000€ 40.000€ 50.000€ 60.000€ 70.000€
ca. 20 Jahre 120.000€ 180.000€ 240.000€ 300.000€ 360.000€ 420.000€
ca. 30 Jahre 100.000€ 150.000€ 200.000€ 250.000€ 300.000€ 350.000€
ca. 40 Jahre 80.000€ 120.000€ 160.000€ 200.000€ 240.000€ 280.000€
ca. 50 Jahre 60.000€ 90.000€ 120.000€ 150.000€ 180.000€ 210.000€
Kinder mind. 150.000 Euro
Senioren mind. 100.000 Euro

Diese Grundinvaliditätssumme erhöht sich dann noch um die vertraglich vereinbarte Progressionsstufe. Diese erhöht die Leistung abhängig vom Invaliditätsgrad überproportional. Ein 30Jähriger mit einem Jahreseinkommen von 20.000 Euro erhält bei einer Progression von 500 Prozent bei Vollinvalidität 500.000 Euro Leistung. Bei einer Verzinsung von drei Prozent pro Jahr und ohne Kapitalentnahme stehen ihm jährlich 15.000 Euro zur Verfügung. Zusammen mit der Erwerbsminderungsrente kommt er seinem jährlichen Einkommen von vorher 20.000 Euro recht nahe. Wichtig ist, dass die Police nicht erst ab einem Invaliditätsgrad von zehn Prozent leistet, sondern bereits ab einer Invalidität von einem Prozent eine Zahlung erfolgt.

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Daniel Steinberger

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